Flussperlmuscheln

Junge Flussperlmuscheln ausgewildert

Erstmals nachgezüchtete Exemplare der stark gefährdeten Art ausgesetzt


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Passau. 400 junge Flussperlmuscheln sind gestern in die Kleine Ohe im Landkreis Passau ausgewildert worden - im Beisein des bayerischen Umweltministers Marcel Huber und von Beate Jessel, der Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz aus Bonn.

"Der Schutz von Arten und Lebensräumen muss unser aller Herzensangelegenheit sein. Das ist ein Riesenfortschritt für diese weltweit bedrohte Art", bekannte der Minister, als er in Gummistiefeln in den Bachlauf stieg, um symbolisch die ersten Jungmuscheln einzusetzen. Die Art könne sich in Bayern nicht mehr selbst erhalten, erklärte Jessel - deshalb spiele die Nachzucht eine Schlüsselrolle.
Über das bundesweite Artenschutzprojekt "ArKoNaVera" werden seit 2015 Muscheln in der Zuchtanlage in Reutherfurth nachgezüchtet, um das Aussterben der Art zu verhindern. Die Muschel gilt als Indikator für sauberes Wasser und soll in Gewässer in den Landkreisen Passau, Regen, Freyung und der Stadt Passau ausgesetzt werden. 1,7 Millionen des sechs Millionen Euro schweren Projekts fließen nach Niederbayern. Ziel ist es laut Bundesamt für Naturschutz, die Bestände der Flussperlmuschel bis 2021 mindestens zu verdoppeln. Gleichzeitig werden Maßnahmen durchgeführt, um die Wasserqualität zu verbessern, damit die Muscheln auch überleben können. - san
Quelle: PNP 05.07.2018


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