Spickzettel Baumwipfelpfad

erstellt von Heinrich Vierlinger  29.Apr 2010

 

Begrüßung

 

  • Größte Attraktion seit Gründung des NP 1970 –bisher das TFG
  • Geburtstagsgeschenk privat finanziert
  • Konjunkturprogramm für unsere Region (schon weit mehr als 100 000 Besucher)
  • Mehr Führungen als erwartet
  • Hinweis auf Kurzvideos in der HP des Architekten Dino Stöger
  • Hinweis auf Yahoo/Reisemagazin:demnach ist unser NP nun in der Campionsleague,wir sgehören lt.Yahoo zu den 10 schönsten NP weltweit

 

Technische Daten

 

  • Siehe Blatt techn.Daten
  • Wir führen in 4 Sprachen
  • Idee, Investor,Planung, Material und Umsetzung aus der Region
  • Idee: Leiter NP
  • Investor:Erlebnisakademie AG

22 fest angestellte MA, über 100 freie MA

  • Planung:Architek Dino Stöger Schönberg
  • Firmen: Fa Dengler GmbH Rinchnach (5 Sterne-Qualitätssiegel)
  • Fa.Wiehag Altheim OÖ (Globalplayer im Holzbau)
  • Fa.Pauli Metallbau,Ringelai

 

 

Station 1: Baumdreiklang

  • Fichte –Buche-Tanne
  • Samen-Sämling-Baum
  • Unterscheidungsmerkmale (Farbe,Borke,Zapfen,Nadeln,Geruch)
  • Waldgesellschaften im NP
  • Unsere größte Waldgesellschaft im NP ist der Bergmischwald mit  den Hauptbaumarten (Fichte ca.40%,Buche ca.40 %,Tanne ca.10 % andere ca.10%)
  • Mischwald = Stabilität
  • Monostruktur= gefährdet durch Sturm usw.,instabil,artenarm
  • Blick über den Tellerrand:

Waldzustandsbericht 2009

  • Nur ein Drittel der Bäume in den deutschen Wäldern ist gesund

Station 2: Totes Holz ist voller Leben

 

An dieser Station gibt es eine der wichtigsten Botschaften auf dem BWP

 

Stehendes und liegendes Totholz ist ein Biotop für Borkenkäferfeinde.

Ca.140 Gegenspieler gibt es:

  • Räuber
  • Schmarotzer
  • Krankheitserreger
  • siehe Beiblatt

 

Totholz liegengelassen, führt zum perfekten Recycling, gibt dem Boden die Nährstoffe zurück,die der Baum während seines Wachstums dem Boden entnommen hat.

 

Auch in Staats-u.Privatwäldern wird diese Erkenntnis umgesetzt,man lässt pro ha mehrere BioTop-Bäume u.Wurzelteller stehen.

 

Nadeln geben Kalium zurück,

Rinde gibt Kalzium und Magnesium zurück

Um einen tote Fichte entsteht ein ideales ,nährstoffreiches Biotop

 

Totalverwertung für Hackschnitzel usw.ist ökologisch problematisch

 

 

Station 3: Der ewige Kreislauf der Natur (symbolisch als Rad dargestellt)

 

In NP weltweit gilt Natur,Natur sein lassen,d.h.der Prozess wie hier am Rad dargestellt ist geschützt.

 

„Natur wiederholt sich nicht“/Heinz Theuerjahr(1913-1991)

 

Unser „ökologischer Fußabdruck“ ist zu groß. So wie wir zur Zeit wirtschaften bräuchten wir 4 Planeten

 

 

 

 

 

 

Station 4: Ausdauer-Durchsetzungskraft- Schnelligkeit

 

Fichte,Buche,Tanne sind Garanten für Stabilität, stehen aber auch in Konkurrenz zueinander

 

  • Fichte bei genügend Licht schneller als die Konkurrenz,aber anfälliger
  • Chance für Tanne und Buche
  • Buche kann mit der Tanne, die Fichte wehrt sie schon durch dichtes Laub am Boden ab, Fichtensamen erreicht den Boden nicht wegen des

      dichten Laubes am Boden

 

Station 5: Baumkronenforschung

 

Die Baumkronenforschung weltweit ist noch relativ jung, war aber der Auslöser für Baumwipfelpfade

 

Im NP wird ebenfalls Forschung und Baumkronenforschung betrieben u.gehört zu den Hauptaufgaben

Hauptgebiete der Forschung hier:

  • Beobachtung u.Dokumentation der ungelenkten Entwicklung des Waldes u.seiner Lbensgemeinschaften
  • Langzeitmonitoring (Dauerbeobachtungsflächen) Artenvielfalt(Flora,Fauna)
  • Regionale Klimaforschung
  • Spezielle Forschungsarbeiten zu div.Tieren u.Pflanzen
  • Luchsmonitoring
  • Auerhunmonitoring
  • Fledermausmonitoring
  • Pilze-und Flechten(seltener Schwarzborstling)

 

Baumei 1: Flora, Fauna der Boden- und Krautschicht

 

 

Der Wald braucht Pilze,ca.80% aller Landpflanzen,darunter alle Bäume,sind von Pilzen abhängig (Mykorriza)

 

„nicht Präsidenten,sondern Pilze regieren die Welt“

 

  • Rotkehlchen
  • Waldhühner
  • Mönchsgrasmücke
  • Grünfink

 

 

 

 

 

 

Baumei 2: die Mittelschicht

 

Heimat zahlreicher Vogelarten:

 

  • Meisen
  • Gimpel
  • Spechte
  • Kleiber
  • Waldkauz
  • Rauhfußkauz
  • Sperlingskauz

 

Baumei 3: das Penthaus

 

  • Rabenvögel
  • Bussarde
  • Habicht
  • Fichtenkreuzschnabel
  • Buchfink
  • Sperber
  • Waldohreule

 

Plattform:

 

  • Grenzenlose Waldwildnis
  • 900 qkm Nationalparkfläche mit Sumava
  • Kulturlandschaft ab Ende 14.Jh.
  • Hist.Grafenauer Land
  • Hist.Wolfsteiner Land

 

Zitat Bernhard von Clairvaux (1090?-1153)

 

Glaube mir,denn ich habe es erfahren,

du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern,

Bäume und Steine werden dich lehren,

was du von keinem Lehrmeister hörst.

 

 

Unmittelbar nach der Schneeschmelze wächst in den Fichtenwäldern des Nationalparks Bayerischer Wald der Glänzende Schwarzborstling (Pseudoplectania nigrella). So unscheinbar sich der nur wenige Zentimeter große, schüsselförmige und schwarzbraun gefärbte Pilz präsentiert, so wichtig scheint seine Bedeutung für die Schulmedizin. Denn dänische Wissenschaftler haben vor geraumer Zeit in den Fruchtkörpern das Antibiotikum Plectasin entdeckt. Jener Wirkstoff gehört in die Gruppe der Defensine, die man zuvor nur aus Tieren kannte. Der Stoff soll künftig bei der Bekämpfung von Bakterien eingesetzt werden, die gegen herkömmliche Antibiotika wie z.B. Penicillin resistent geworden sind. Insbesondere bei der Behandlung von lebensgefährlichen Lungenentzündungen versprechen sich die Forscher große Heilerfolge.

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